Turnfahrt TV Wislig 2018

Von: Vanja Vogel - 05• Oktober•2018

Nach den erfolgreichen Anlässen der letzten Jahre mit unzähligen Helferstunden war es dieses Jahr Zeit die Erfolge der letzten Turnsaisons mit einer dreitägigen Turnfahrt zu feiern. Mit Jungpolitiker Roman Nüssli als Reiseleiter starteten wir am Freitagmorgen in das minutiös geplante Abenteuer. Wie immer im Hemd eingekleidet chauffierte uns (Turn-)Bruder Patrik vom wunderschönen Agasul über die noch schöneren Dörfer Dettenried, Neschwil, Lendikon, Theilingen, und Weisslingen direkt nach Dornbirn in die 1784 eröffnete Brauerei von Josef Mohr. Gesittet wie immer, studierten wir zuerst die Geschichte des Biers mit dem auffälligen Symbol. Nach einer Weisswurstjause, einer Bierdegustation, und dem Grosseinkauf von 12 Kisten Bier ging es weiter Richtung Imst. Mit strammem Schritt und einem wohlverdientem Marschhalt, um die ins Schnaufen geratenen Turner wieder aufschliessen zu lassen, erreichten wir durch die Rosengartenschlucht die Rodelbahn in Hoch-Imst. Auf der längsten Sommerrodelbahn der Alpen flitzen wir den Hang hinunter, so dass unser dritter (Turn-)Bruder Wisi auch gleich seine Kappe verlor. Natürlich war die Rodelbahn noch zu wenig steil für unsere Turner, doch dies wird sich auf der Streif bald ändern. In Innsbruck angekommen ging es nach einer Abkühlung im eiskalten Pool im Hinterhof und einem traditionellen Wienerschnitzel ins stimulierende Nachtleben von Innsbruck.

Mit «Streif – One Hell of a Ride» stimmten wir uns auf dem Weg nach Kitzbühel auf unsere bevorstehende Wanderung ein. An der Talstation warteten wir dann vergebens auf eine der fünf Gondeln von Dider Cuche, aber auch die Österreichische Gondel von Hans Knauss brachte uns sicher nach oben. Nach einer kleinen musikalischen Darbietung der Serviertochter, deren Instrument Philip sehr schnell «dusse» hatte und das musikalische Talent der Familie Trüb aufblitzen liess, stiegen wir die steile Hahnenkammabfahrt hinunter. Während einige verrückte Turner sich streng an die Linie der Streif hielten, war der Wanderweg doch der bedeutend einfachere Abstieg. Vor allem auch weil ausser Michi kaum jemand die Packliste richtig studiert hatte und die Wanderstöcke zu Hause liess. Mit einigen Zwischenhalten, einem amüsanten Schwatz mit weiteren Deutschen Touristen und einem tiefen Gespräch mit dem Vater von Klaus Sulzenbacher, dem einheimischen Olympia-Edelmetallgewinner in der Nordischen Kombination, ging es über Umwegen zurück ins Hotel. Ein Sprudelbad in der luxuriösen Badewanne und ein Nickerchen im Dampfbad und bereits waren wir wieder voller Tatendrang für den Casinobesuch inklusive Nachtessen. Wie alles in Kitzbühel, war das Essen und der Casinobesuch eher der gehobenen Klasse, wo unsere Turner mit kurzen Hosen und Cap perfekt reinpassten. Erst als wir dann aufgrund des improvisierten Service nicht bezahlen wollten, kam ein wenig Hektik auf. Der Abend verlief ruhig, so dass einige bereits auf dem Sofa vor dem Clubeingang einschliefen.

Gut ausgeschlafen auf den Luxusbettern des Hotels Goldener Greif ging es am Sonntagmorgen weiter Richtung Area 47 -ein Wasserpark für Fortgeschrittene. Während unsere dicken zwei Werfer die Turner auf dem Luftkissen möglichst weit spickten, drehten die heimlichen Rennfahrer unter uns auf der E-Motocross Strecke ihre Runden. Die holprige Strecke verlangte nochmals alles ab. Doch nur einmal stieg einer über den Lenker ab. Ganz zur Enttäuschung der Zuschauer, die ein wenig mehr Risikobereitschaft erwartet haben und zahlreich erschienen sind. Auf dem Rückweg gab es zum Ausklingen noch ein Mohrenbräu aus der zum Bierkeller umfunktionierten Gepäckablage, womit sich der Kreis der Turnfahrt gekonnt schloss.

Herzlichen Dank für die Organisation, Roman!

Roger